Umweltpreis: WWF sucht „Ostsee-Landwirt“ 2019

Um den Ostsee-Umweltpreis nach Lettland zu holen, muss man erst einmal die Teilnehmerbestimmungen (auf deutsch und englisch) lesen können!

L-INFOS/WWF - Dies ist auch für lettische Bauern interessant: Der WWF Deutschland sucht auch 2019 den besten Meeresschützer unter den Ostseebauern. Mit dem Titel „Ostsee-Landwirt des Jahres“ zeichnet die Umweltschutzorganisation Landwirte aus, die mit innovativen Maßnahmen gegen Überdüngung vorgehen. Hintergrund ist die zunehmende Nährstoffbelastung der Ostsee.

Über Flüsse gelangen große Mengen Stickstoff und Phosphat aus Düngemitteln von den Äckern ins Meer. Die Folgen sind Unterwasserlandschaften mit Sauerstoffmangel, in denen außer Algen kaum noch andere Lebewesen existieren können. „Viele Bäuerinnen und Bauern setzen bereits Maßnahmen gegen die Überdüngung um. Dass und wie das geht, wollen wir zeigen“, so Michael Berger, Referent für nachhaltige Landwirtschaft beim WWF. „Der Wettbewerb unterstreicht die Rolle der Landwirtschaft und ihre Anstrengungen zum Schutz der Ostsee. Und er soll auch Ostsee-Bauern erreichen, die sich vielleicht bisher nicht mit der Thematik auseinandergesetzt haben.“

Interessierte Landwirte aus dem Wassereinzugsgebiet der Ostsee können sich noch bis zum 31.03.2019 unter www.wwf.de/ostseepreis bewerben. Dem nationalen Gewinner winkt ein Preisgeld von 1.000 Euro plus eine Reise zur internationalen Preisverleihung in der Ostseeregion. Dort geht er mit den Gewinnern der anderen Teilnehmerstaaten ins Rennen um weitere 10.000 Euro.

Der Preis „Ostsee-Landwirt des Jahres“ wurde im Jahr 2009 vom WWF und der Swedbank in Zusammenarbeit mit dem Baltic Farmers Forum for the Environment (BFFE) und Bauernverbänden aus verschiedenen Ländern ins Leben gerufen. Der WWF Deutschland beteiligt sich zum fünften Mal. In Deutschland setzt sich die nationale Jury aus Vertretern der Wissenschaft, des Naturschutzes, der Landesbehörden und des Bauernverbandes zusammen.

Bisher wurden circa 50 Höfe rund um die Ostsee ausgezeichnet. Den deutschen Wettbewerb entschieden 2018 Angelika und Alfred Stender vom Kroghof im Landkreis Plön für sich. Länderübergreifend siegte Krzysztof Kowalski aus dem polnischen Nasielsk.

Teilnehmende Länder sind Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Schweden, Weißrussland und die Ukraine.

Wettbewerbsdetails unter www.wwf.de/ostseepreis

Wie das mit der Sprache deutsch - lettisch geregelt ist, bleibt offen. Ob es die Teilnehmerbedingungen auch in lettisch gibt, konnte nicht geklärt werden.

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