Lohnerhöhungen führen zu höheren Preisen - gilt auch in Lettland!

Die Bank von Lettland stellt in einem hochinteressanten Bericht fest, dass, wenn die Löhne um 10% steigen, die Verbraucherpreise für Lebensmittel durchschnittlich um 4% steigen,.

L-Infos/Riga/Bank von Lettland - Die Arbeitskosten sind einer der Haupt­faktoren für die Ver­braucher­preise von Waren und Dienst­leistungen, wie unsere jüngsten Unter­suchungen belegen (HIER). Wenn der Durch­schnitts­lohn um 10% steigt, steigt das Ver­braucherpreisniveau in Lettland mittelfristig um 3%. Darüber hinaus finden drei Viertel der Weitergabe im ersten Jahr nach der Lohnerhöhung statt.

In einem ausführlichen Beitrag der Bank von Lettland wird eine Analyse der Merkmale des kurzfristigen Inflationsprojektionsmodells (STIP) der Latvijas Banka fortgesetzt - diesmal in Bezug auf die Auswirkungen der Arbeitskosten auf die Verbraucherpreise.

Die Vergütung der Mitarbeiter ist in jedem Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der Produktionskosten. Wenn also die Löhne steigen, kann man nach einiger Zeit auch einen Anstieg der Verbraucherpreise beobachten. Die Auswirkungen der Arbeitskosten auf die Preise können jedoch für alle hergestellten Waren und erbrachten Dienstleistungen zeitlich und räumlich unterschiedlich sein.

Ein Anstieg der Arbeitskosten wirkt sich am stärksten auf die Dienstleistungspreise aus, da die Erbringung von Dienstleistungen in der Regel arbeitsintensiver ist als die Herstellung von Waren. Wenn der Durchschnittslohn im Land um 10% steigt, steigen die Dienstleistungspreise mittelfristig (über drei Jahre) um mehr als 5% , und die Hälfte dieser Auswirkungen ist nach sechs Monaten zu verzeichnen.

 

Die Verbraucherpreise für Lebensmittel steigen im Durchschnitt um 4%, wenn die Löhne um 10% steigen. Daher sind die inländischen Arbeitskosten ein wichtiger Treiber der Inflation der Lebensmittelverbraucherpreise sowie der globalen Lebensmittelpreise . Die Preise für verarbeitete und unverarbeitete Lebensmittel weisen eine hohe Korrelation mit der inländischen Wirtschaftstätigkeit auf. Je länger das Verfallsdatum eines Produkts ist, desto geringer ist die Durchlaufgeschwindigkeit. Beispielsweise ist die Hälfte der Auswirkungen der Arbeitskosten auf unverarbeitetes Obst bereits nach zwei Monaten erkennbar, auf Milchprodukte - fünf Monate, auf verarbeitete Fleischprodukte - neun Monate und auf Getreideprodukte - elf Monate.

Weitere hochinteressante Informationen findet man in dem vollständigen Beitrag der Bank von Lettland: HIER

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