Lettlands Natur-Symbole

Die lettische Nationalblume ist die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare, lettisch: pīpene). Diese übliche Wiesenblume blüht im Juni, gerade rechtzeitig, um sie in die festlichen Kränze für das Fest der Sommersonnenwende (Jāņi) einzubinden.

L-INFOS/Latvia.eu Institut  -  Der nationale Vogel Lettlands ist die weiße Bachstelze (Motacilla alba, lettisch: baltā cielava). Dieser rastlose und energische Vogel wird häufig in den lettischen Volksliedern als Symbol für harte Arbeit und Fleiß erwähnt. Er mag es Nester in Dachsparren, Holzstapeln und anderen künstlichen Objekten zu bauen, und wird am häufigsten gesehen, wenn er auf der Suche nach Zweigen für sein Nest und Nahrung für die Kleinen über den Boden huscht. Charakteristisch für die Bachstelze ist, dass sie ihren Schwanz schnell auf und ab bewegt.

Die lettische Nationalblume ist die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare, lettisch: pīpene). Diese übliche Wiesenblume blüht im Juni, gerade rechtzeitig, um sie in die festlichen Kränze für das Fest der Sommersonnenwende (Jāņi) einzubinden.  Sie blüht weiter bis zum September und bietet  den ganzen Sommer hindurch lettischen Blumenliebhabern und Dekorateuren die beliebten Akzente für Blumensträuße und andere Kompositionen.

Die Eiche und die Linde sind männliche und weibliche Figuren in der lettischen Folklore und werden als die nationalen Bäume Lettlands angesehen. Die Linde (Tilia cordata, lettisch: liepa) und die Eiche (Quercus robur, lettisch: ozols) sind charakteristisch für die lettische Landschaft und haben eine besondere Rolle im praktischen und geistigen Leben der alten Letten gespielt. Beide Bäume wurden traditionell für medizinische Zwecke verwendet und werden auch häufig in Sagen, Märchen und den lettischen Volksliedern (dainas) erwähnt. Lindenblüten und Eichenrinde sind auch heute noch für Tees und medizinische Präparate beliebt. Die Eiche hatte einen göttlichen Status im vorchristlichen religiösen Glauben der Letten, und viele dieser alten heiligen Eichen stehen noch heute. Viele dieser Bäume werden als „Großeichen“ bezeichnet und sind als nationales Kulturgut gesetzlich geschützt.  Aus Eichenblättern werden die traditionellen Johanniskränze für Männer für das Jāņi-Fest geflochten. Eichenblätter sind ein häufiges Designelement in der lettischen Heraldik und dekorativen Kunst.

Die Daugava fließt mitten durch Riga und ist für Letten der "Fluss des Schicksals"

Der Fluss des Schicksals ist die Daugava – der größte und historisch bedeutendste Fluss Lettlands. Die Daugava bildet die Grenze zwischen den ethnographischen Regionen Vidzeme und Latgale am rechten Ufer und Kurzeme und Zemgale am linken. Der Fluss wurde erstmals von Wikingern als erste Etappe der Bernsteinstraße, einer wichtigen Handelsstraße, die die Länder rund um die Ostsee und das Schwarze Meer verband, gebraucht. Die Daugava war sowohl eine strategische Verkehrsader, als auch ein Garant des Lebensunterhalts für viele Letten. Im vergangenen Jahrhundert erlebte der Fluss erhebliche Veränderungen und dient nun als Quelle für Wasserkraft, somit bringt er Licht in viele lettische Häuser. Die schicksalhafte Rolle des Flusses in der lettischen Geschichte hat ihn zu einem geschätzten Thema für Lieder, Gedichte und Erzählungen gemacht.

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