Lettlands Bauern erwarten 2021 geringere Getreideernte

Trotz örtlicher Gewitter rechnen die lettischen Bauern in diesem Jahr mit Ernteeinbußen.

L-INFOS -  Die Getreideernte ist in Lettland voll im Gange, in Kurland könnte man sagen, dass sie derzeit ihren Höhepunkt erreicht hat. Die Ernte dürfte sehr unterschiedlich ausfallen, da die Regenmengen sich 2021 sehr unterschiedlich auf Lettland verteilt haben.

Neben der Tatsache, dass die diesjährigen Temperaturen in Lettland wohl alle jahrzehntealten Rekorde gebrochen haben dürfte – die Durchschnittstemperatur im Juni 21 lag um 4,1 Grad höher, als die Norm, - maßen die Meteorologen deutlich weniger Niederschlag! Auf ganz Lettland gerechnet fielen 44 Prozent weniger Regen als im Durchschnitt. Oft paarten sich Hitzerekord mit Rekorddürre: Im schlimmsten Wetterfalle gab es bei hohen Temperaturen nur 22 Prozent der für diese Jahreszeit üblichen Menge. Die Trockenheit traf die Regionen sehr unterschiedlich. In Bauska fehlten nur 6 Prozent der normalen Regenmenge, im kaum 50 Kilometer entfernten Jelgava 60 Prozent.  

2021 findet sich aber nicht als “Dürresommer” wie 2018 in den Schlagzeilen der Presse wieder, als die Landwirte so wenig Viehfutter ernteten, dass sie ihre Kühe nicht mehr versorgen konnten. Diesmal unterbrachen Gewitter und Unwetter die Hitze. Eine Gewitterfront beendete z.B. am 24. Juni vielerorts die Janis-Feierlichkeiten, den "höchsten Feiertag Lettlands", es gab Tote und Verletzte. Am 27. Juli überschwemmte Starkregen die Vororte von  in Riga.

Trotz örtlicher Gewitter rechnen die lettischen Bauern  in diesem Jahr mit Ernteeinbußen. Die Ernteeinbußen verteilen sich  gebietsunterschiedlich und reichen bis zu einem Minus von 30 bis sogar 50 Prozent. Dieses Jahr, so kann man lesen, hat das Korn keine Qualität, teilweise alles ist verdorrt, trocken und dürr.

Ganz im Gegensatz dazu steht die lettische Region Semgallen da, dort prognostizieren lettische Marktexperten sogar einen neuen Ernterekord.

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