Lettisches Verbraucherpreisniveau

Das Leben in Lettland wird teurer

Auch in Lettland hat der Euro an Wert verloren. Selbst das Brot wurde binnen eines Jahres um knapp 10% teurer. Gemüse hatte den größten Einfluss auf den Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus in der Gruppe (+ 28,9%).

L-Infos/Riga/CSB - Im August 2019 stieg das durchschnittliche Verbraucherpreis­niveau in Lettland gegenüber August 2018 nach neuesten Angaben des Statistischen Zentral­amtes (CSB) um 3,2%. Die Preise für Waren stiegen um 3,2% und für Dienstleistungen um 3,1%.

Gegenüber 2015 lagen die Verbraucher­preise im August 2019 um 8,9% höher. Die Preise für Waren stiegen um 7,1%, für Dienstleistungen jedoch um 13,4%. Der Anstieg des durchschnittlichen Verbraucherpreisniveaus im August 2019 im Vergleich zum August 2018 war am stärksten durch den Anstieg von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken, Wohnraum und alkoholischen Getränken sowie Tabak-, Freizeit- und Kulturgütern und -dienstleistungen beeinflusst. Restaurant- und Hoteldienst­leistungen, Bekleidungsstücke und Schuhwaren.

In der Gruppe der Lebensmittel und alkoholfreien Getränke stiegen die Preise im Jahresverlauf um 4,5%. Gemüse hatte den größten Einfluss auf den Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus in der Gruppe (+ 28,9%). Die Preise für Brot (+ 9,9%), Süßwaren (+ 7,4%), Mehl und anderes Getreide (+ 17,3%) stiegen im Laufe des Jahres. Am teuersten waren Schweinefleisch (+ 12,1%), getrocknetes, gesalzenes oder geräuchertes Fleisch (+ 3,5%) und Fleischprodukte (+ 9,9%). Die Preise für Schokolade (+ 5,6%), frischen oder gekühlten Fisch (+ 10,6%) und Eis (+ 5,5%) stiegen ebenfalls. Frisches Obst (-7,8%) und Kaffee (-7,2%) waren billiger.

Das durchschnittliche Preisniveau für alkoholische Getränke und Tabakwaren stieg um 5,6%. Die Preise für alkoholische Getränke stiegen um 5,6%, hauptsächlich aufgrund höherer Bier- und Spirituosenpreise. Die Preise für Tabakerzeugnisse stiegen durchschnittlich um 5,6%.

Das durchschnittliche Preisniveau für Bekleidung und Schuhe stieg um 3,7%.

Im Jahresverlauf stiegen die Preise für wohnungsbezogene Güter und Dienstleistungen um 3,9%. Strom, Wärme, Müllabfuhr, feste Brennstoffe, Miete, Instandhaltung und Reparaturen von Wohnungen wurden teurer. Erdgas war dagegen billiger.

In der Freizeit- und Kulturgruppe erhöhte sich das durchschnittliche Preisniveau um 3,5%, was hauptsächlich durch den Anstieg der Preise für Pauschalreisen, Fernsehgebühren und Blumen beeinflusst wurde.

Die Preise für Restaurant- und Hoteldienstleistungen stiegen im Durchschnitt um 4,5%, hauptsächlich aufgrund der Preiserhöhung für Dienstleistungen in Restaurants und Cafés um 5,1%. Kantinenleistungen verteuerten sich um 4,3%.

Telekommunikationsdienste, Passagierflugverkehr, Wartung und Reparatur von persönlichen Transportmitteln, zahnärztliche Leistungen und medizinische Leistungen wirkten sich im Laufe des Jahres ebenfalls erheblich auf die Preiserhöhungen aus. Inzwischen ist das durchschnittliche Preisniveau für die Kfz-Versicherung gesunken.

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