Lettisches Umweltbewusstsein braucht Nachhilfe

L-INFOS -  Der Staatliche lettische Umweltdienst (SES) stellt zunehmend Verstöße bei der Entsorgung von Bauabfällen in Lettland fest. Die unangemessene und illegale Lagerung und Entsorgung von Bauabfällen wird von juristischen Personen, Kommunalverwaltungen und Privatpersonen durchgeführt.  Daraus kann, so die Behörde, geschlossen werden, dass es an öffentlichem Verständnis für die angemessene Entsorgung von Bauabfällen mangelt.

Die Entsorgung von Bauabfällen kann nur von Händlern durchgeführt werden, die die erforderliche Umweltgenehmigung erhalten haben.  Die willkürliche Lagerung und Entsorgung oder der Transport von Bauabfällen ohne Umweltgenehmigung ist eine verwaltungsrechtlich strafbare Handlung.  Bei Verstößen gegen die Abfallbewirtschaftungsvorschriften kann gegen den Erzeuger oder Besitzer von Abfällen eine Geldbuße verhängt werden - eine natürliche Person bis zu 1.000 EUR, eine juristische Person bis zu 2.800 EUR.

Der SES weist darauf hin, dass die Abfallbewirtschaftung keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben darf, Wasser, Luft, Boden, Pflanzen und Tiere nicht gefährden darf und die Umwelt infolge der Abfallbewirtschaftung nicht verschmutzen oder verschmutzen darf.  Bauabfälle dürfen nur an einen Abfallentsorger übergeben werden, der eine entsprechende Abfallbewirtschaftungsgenehmigung erhalten hat.

Insgesamt hat der SES in den ersten beiden Monaten des Jahres 2021 bereits neun Verwaltungsverletzungsverfahren wegen Verstößen gegen die Bauabfallbewirtschaftung eingeleitet.  In diesem Jahr wurden bereits vier juristische Personen wegen unzulässiger Verstöße gegen die Bauabfallbewirtschaftung bestraft.

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