J.Pūce: Bei der Entwicklung der lettischen Wirtschaft muss der Klimawandel berücksichtigt und angepasst werden

Unser Foto aus der lettischen Staatskanzlei: Legte den Umweltplan für die nächsten Jahre vor, der Minister für Umweltschutz und regionale Entwicklung, Juris Pūce (AP)

L-INFOS/Latvia - Das lettische Ministerium für Umweltschutz und regionale Entwicklung (MEPRD) hat einen lettischen Plan zur Anpassung an den Klimawandel für den Zeitraum bis 2030 ausgearbeitet, der heute (16.7.2019) vom Ministerkabinett gebilligt wurde. Es wird erwartet, dass mehr als 80 Maßnahmen eingeführt werden, um den lettischen Bürgern und der Wirtschaft zu helfen, sich besser an den Klimawandel anzupassen und so die durch den Klimawandel verursachten Schäden zu verringern.

Der Klimawandel ist nicht wegzudiskutieren und ist heute der schnellste in der Geschichte der Wetterbeobachtung, auch in Lettland. Die langjährige durchschnittliche Lufttemperatur ist in wenigen Jahrzehnten bereits um 0,7 ° C gestiegen und soll bis zum Ende des Jahrhunderts um durchschnittlich 3,5 ° C auf 5,5 ° C steigen. Es wird erwartet, dass die Anzahl der Sommertage und der tropischen Nächte erheblich zunimmt, die Vegetationsperiode länger wird.

In Lettland gibt es seit neuestem häufig Hitze- und Dürrewellen, die nicht nur die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch einen großen Teil der Volkswirtschaft und natürlich die lettische Natur betreffen und belasten. Gleichzeitig nimmt der Gesamtniederschlag zu. Auch in Lettland geht man davon aus, dass extreme Wetterbedingungen häufiger auftreten werden.

Ziel des jetzt vorgelegten Plans ist es, die Anfälligkeit der Bevölkerung, der Wirtschaft, der Infrastruktur, des Baugewerbes und der Natur Lettlands für die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern und die Nutzung der durch den Klimawandel geschaffenen Chancen zu fördern.

Der Minister für Umweltschutz und regionale Entwicklung, Juris Pūce, erklärte in diesem Zusammenhangrklärt: „Der Klimawandel findet statt und wird Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft sowie auf verschiedene Sektoren und Wirtschaftszweige haben. Wir müssen die erwarteten Auswirkungen des Klimawandels so genau wie möglich erkennen und anpassen, einschließlich der Planung für den Bau und die Entwicklung der Infrastruktur. Nicht weniger wichtig ist es, die Chancen des Klimawandels zum Beispiel in der Landwirtschaft zu nutzen".

Auch Lettland, die Letten, stellen sich auf den Klimawandel ein und ergreifen entsprechende Maßnahmen

Der Plan umfasst 89 Maßnahmen, die sowohl den Schutz des menschlichen Lebens, der Gesundheit und des Wohlbefindens vor den nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels als auch die Förderung der wirtschaftlichen Anpassungsfähigkeit umfassen. Die Notwendigkeit wissenschaftlich fundierter Informationen, einschließlich Überwachung und Prognose, wird ebenfalls betont, um die Einbeziehung von Aspekten des Klima­wandels in sektorale Politiken und Raumordnungs­dokumente sowie die In­formation der Öffentlich­keit zu fördern.

Die Entwicklung des Plans basiert auf der Analyse des aktuellen Klima­wandels in Lettland und von Klima­wandels­zenarien für den Zeitraum bis 2100; Katastrophenschutz und Katastrophen­management; Gesundheit und Wohl­befinden; Biodiversität und Ökosystem­leistungen; Land- und Forstwirtschaft; Tourismus und Landschaftsplanung.

Den Plan "Plan zur Anpassung Lettlands an den Klimawandel bis 2030" finden Sie unter diesem Link HIER .

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