Kommt es zu einer neuen Immobilienblase in Lettland?

Nicht jedes "Landhaus" ist ein Schnäppchen!

L-infos/fr - Entwickelt sich in Lettland eine neue Immobilienblase? Bislang glaubte man immer, die Immobilien auf dem flachen Land von Lettland wären günstig - diese Zeiten scheinen jedoch längst vorbei zu sein!
Die Banken sagen bei der Kreditvergabe immer öfters Nein - wenn es sich um Immobilienkäufe in Lettland handelt. Immer öfter lehnen viele Banken Hypothekenkredite "rund-weg" ab, da sich die Preisvorstellungen der Verkäufer nicht mehr mit dem zu erzielenden Marktwert der Immobilie decken. Die Euro-Forderungen der Verkäufer gehen derzeit durch die Decke - die Banken spielen nicht mehr mit!
Die Banken finanzieren nur noch den realen Marktwert, so dass die Käufer beim Hauskauf erheblich mehr Eigenkapital aufwenden müssen, als vorher, da sie den Euro-Unterschied zwischen Marktwert und geforderter Kaufsumme selber bezahlen müssen. Das können sehr schnell einige 10.000 Euro sein, wobei allerdings in der Regel auf dem Lande, in Kurland, die Preise für "normale!" Häuser bei 40.000 Euro bis 50.000 Euro liegen. Wenn dann noch Reparaturkosten in den nächsten zwei Jahren in Höhe von 10.000 Euro hinzukommen, der dann zu erwartende Marktwert der renovierten Immobilie in den nächsten zwei Jahren aber nur bei 35.000 Euro liegt, wird die Finanzierung über die Banken schwierig.
Lettische Banker empfehlen den Käufern, nicht überhastet zu kaufen und gegebenenfalls abzuwarten. Die schlichte Empfehlung der Hypotheken Banker an die Hausverkäufer, wenn diese ihre Immobilie nicht los werden, gipfelt darin, dass diese solange den geforderten Preis senken sollten, bis sich Käufer fänden.
Bei einer nicht repräsentativen zweijährigen Beobachtung des kurländischen Immobilienmarktes kann man feststellen, dass die geforderten Preise für Immobilien - Häuser, wie auch Wohnungen - in einigen Gebieten Kurlands recht erheblich angezogen haben. Dabei "kleben" heruntergewirtschaftete, teure Objekte, allerdings in den Seiten der Immobilienanbieter langfristig regelrecht fest. Das lässt darauf schließen, dass bis zum kommenden Frühjahr - wie allerdings in jedem Winter - nicht nur das Land, sondern auch der Immobilienpreisindex eingefroren ist.

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