Wo in Lettland der Geist wohnt: Burg Dundaga

L-Infos/LatviaTravel/fr - Die Burg Dundaga, eine im 13.Jahrhundert gebaute Burg, ist heutzutage der Austragungsort für thematische Ausstellungen, Verkostungen örtlicher Leckereien, großen Festen und Hochzeiten, Führungen sowie eine bequeme Unterkunft und ein Ort von nicht genutzten Möglichkeiten und Entdeckungen. Am vergangenen Wochenende fand in Dundaga, rund um die Burg, das "Sklandrausu Festivals" statt.

Sklandrausis ist ein traditionelles livisches Lebensmittel, welches von der Küche Kurlands übernommen wurde

 

 

 

 

Sklandrausis ist ein traditionelles livisches Lebensmittel, später übernahm auch die lettische Küche aus Kurzeme (Kurland) das Rezept. Es besteht aus einem nicht fermentierten Roggenteig und wird in der Regel kalt mit Tee oder Milch gegessen.

Rezept und nach mehr Wissen HIER

 

Der Ort Dundaga taucht erstmals 1245 als Donedange in den Urkunden auf.

Der Ort Dundaga taucht erstmals 1245 als Donedange in den Urkunden auf. Das Anwesen war seit 1252 im Besitz des Bischofs von Riga bzw. des Domkapitels von Riga. 1434 wurde es an den Bischof von Kurland verkauft.

Durch Erbschaft gelangte das Rittergut 1711 an die Familie Osten-Sacken. Fürstin Christiane Charlotte von der Osten-Sacken wandelte das Gut Dondangen 1796 in einen Repräsentationsbau um. Anfang des 20. Jahrhunderts war das Landgut Dondangen, aus dem die Gemeinde Dundaga hervorging, mit 102.400 Hektar das größte im Baltikum.

Legende über die Grüne Jungfrau

Irgendwo in diesen Mauern soll die "Grüne Jungfrau" eingemauert sein!

Mit der Burg Dundaga sind mehrere Sagen verbunden: Eine davon erzählt, dass in der Burg Dundaga der König der Zwerge seine Hochzeit feiern wollte, doch die Schwester des Barons hat die Feier versehentlich unterbrochen und wurde deswegen lebendig in die Burgwand eingemauert. Sie ist die sogenannte Grüne Jungfrau, die auch heute noch in der Burg herumgeistert.

Wenn sie die Burg Dundaga besichtigen - wenn sie nach Dundaga kommen - müssen sie unbedingt der Gesichte von dem Krokodil-Mann nachgehen. Im Ort steht (liegt) ein Beton-Krokodil, welches sie sich ansehen sollten. Verfehlen können sie es nicht, es gehört inzwischen, wie die Burg, zu Dundaga einfach mit dazu.

In der Burg kann man die näheren Einzelheiten über den "Krokodil-Mann" aus Dundaga erfahren. Wenn sie jetzt eine knallharte Sensation erwarten, irgend so eine "Seifenstory", dann werden sie enttäuscht sein, die ganze Story hat schon Hand-und-Fuß!  

Was kann man in Dundaga noch besichtigen?

den Berggarten, der hinter der Burg auf einer kleinen Insel liegt;
den Park Dundaga;
die evangelisch-lutherische Kirche;
das Doktortal (Dakterleja) – der Name des Flusstales. Im Doktortal entspringt eine von den Bewohnern Dundaga und ihren Gästen beliebte Gesundheitsquelle!

Wenn sie Dundaga verlassen, dann sollten sie auf alle Fälle in der nahe gelegenen Wollfabrik vorbei schauen. Wenn sie etwas Glück haben, können sie ein bisschen von der Wollfabrikation "live" erleben, auf alle Fälle können sie wunderschöne Wolle bewundern und natürlich kaufen. Mehr Informationen über die Wollfabrik gibt es HIER.

Dundaga liegt verkehrsgünstig, nicht weit von der Küste entfernt, mitten in Kurland!

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